BRUSTVERKLEINERUNG

Übergroße Brüste können sich bereits in der Pubertät oder auch später (z.B. nach Schwangerschaften) entwickeln. Sie führen durch ihr Gewicht zu körperlicher Beeinträchtigung (Einschnürungen durch die BH-Träger, Schulter-, Rückenschmerzen). Durch eine seelische Belastung kann es auch zu einer Einschränkung sozialer Kontakte kommen.
Bei der Brustverkleinerung wird Haut, Drüsen- und Fettgewebe entfernt und die Brustwarze verlagert. Durch die Schnittführung entstehen Narben rund um den Warzenhof, von dort senkrecht nach unten und in der Brustumschlagsfalte (also umgekehrt T-förmig). Kleinere Korrekturen sind auch mit weniger Narben möglich.

Die Operation wird in Allgemeinnarkose durchgeführt, der Krankenhausaufenthalt dauert meist 3 Tage. Die Wunden sind nach 10 bis 14 Tagen verheilt, 6 Wochen muss ein spezieller BH getragen werden.

BRUSTSTRAFFUNG

Wenn sich große Brüste zurückbilden, z.B. nach Schwangerschaften oder bei Gewichtsreduktion kann durch die überschüssige Haut eine Hängebrust entstehen. In manchen Fällen ist sie auch ein konstitutionelles Merkmal. Neben einer psychischen Belastung kann es durch das Reiben der Haut in der Brustumschlagsfalte auch zu Hautentzündungen und Pilzinfektionen kommen.
Bei der Bruststraffung wird überschüssige Haut entfernt, die Brust neu geformt und höher verankert. Form, Position und Größe der Brustwarzen werden korrigiert. Ist die Brust zu klein, kann zusätzlich ein Implantat eingesetzt werden. Die Schnittführung ist ähnlich wie bei der Brustverkleinerung. Die entstehenden Narben verblassen meist innerhalb eines Jahres und werden im Idealfall strichförmig hell und sehr unscheinbar.

Die Operation wird in Allgemeinnarkose durchgeführt, der Krankenhausaufenthalt dauert meist 2 bis 3 Tage. Der Heilungsverlauf ist gleich wie bei einer Brustverkleinerung.

BRUSTVERGRÖSSERUNG

Zu kleine Brüste können das Selbstbewusstsein von Frauen erheblich beeinträchtigen und sie in ihrer Kommunikation mit der Umgebung unsicher machen.
Eine Brustvergrößerung kann durch Einpflanzung eines Implantates vor oder hinter dem Brustmuskel erfolgen. Moderne Brustimplantate besitzen eine raue Hülle aus Silikon und sind entweder mit Kochsalzlösung oder Silikongel gefüllt. Eine Weiterentwicklung dieser Implantate besteht in sogenannten „anatomischen Brustimplantaten“. Diese weisen im unteren Bereich eine höhere Projektion auf und imitieren die natürliche Brustform dadurch besser. Das kann besonders bei sehr schlanken Frauen Vorteile bringen. Möglich wurde das durch die Entwicklung eines höher vernetzten Silikons („high cohesive gel“), das formstabiler und trotzdem praktisch gleich weich wie bei den seit Jahren gebräuchlichen Implantaten ist.
Obwohl die Diskussion um Silikon seit Jahren häufig unseriös und oft emotional geführt wurde, sind heute die wesentlichen Vorbehalte dagegen ausgeräumt.
Trotzdem bleibt bei jedem Implantat ein Restrisiko für mögliche Komplikationen, die jeder seriöse Plastische Chirurg der Patientin ausführlich erklären wird.
Die Schnitte zum Einsetzen der Implantate liegen entweder in der Brustumschlagfalte, in der Achselhöhle oder am Unterrand des Warzenhofes und sind etwa 4-5 cm lang. Die Operation wird in Allgemeinnarkose durchgeführt, der Krankenhausaufenthalt dauert meist 2 bis 3 Tage.

KORREKTUR DER MÄNNLICHEN BRUST (GYNÄKOMASTIE)

Eine übermäßige Vergrößerung der männlichen Brust kann sich bereits in der Pubertät oder auch später entwickeln. Es kann sich dabei um eine Vermehrung von drüsigen Anteilen oder auch Fettgewebe handeln, oft kombiniert. Meist lässt sich keine definitive Ursache oder hormonelle Abnormität finden. Verständlicherweise kann dadurch eine seelische Belastung entstehen und es auch zu einer Einschränkung sozialer Kontakte kommen.
Bei der Korrektur der Gynäkomastie wird vergrößertes Drüsengewebe entfernt, bei einer ausschließlichen Vermehrung von Fettgewebe ist auch eine reine Fettabsaugung möglich. Meist sind nur kleine Schnitte am Rande des Brustwarzenhofes notwendig, die sehr unscheinbare Narben ergeben. Die Operation wird in Allgemeinnarkose durchgeführt, der Krankenhausaufenthalt dauert meist 2 Tage.