HAUTTUMORE (HAUTKREBS)

Der positive Einfluss des Sonnenlichts auf viele Bereiche des Körpers und den Biorhythmus ist bekannt, der Mangel an Sonne im Winterhalbjahr kann Depressionen auslösen. Doch allzu viel Sonne (UV-Strahlen) schadet der Haut.

Die kurzwelligen, energiereichen UV-B-Strahlen treffen vor allem die oberen Hautschichten. Hier schädigen sie die DNA (Erbsubstanz) und erzeugen aggressive chemische Verbindungen, die freien Radikale, die zusätzlich andere Zellstrukturen angreifen. Die langwelligeren UV-A-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein. Sie zerstören in der Lederhaut die Struktur der elastischen und kollagenen Fasern. Das macht die Haut schlaff und faltig. Das Überschreiten einer bestimmten UV-Dosis führt dazu, dass die Eigenreparaturmechanismen der Haut nicht mehr richtig funktionieren und die Entstehung von Hauttumoren begünstigt wird.

Bei bösartigen Hauttumoren unterscheiden wir den „weißen Hautkrebs“ (Basaliome, Karzinome) vom sehr gefährlichen „schwarzen Hautkrebs“ (Melanom). Tumoröse Hautveränderungen müssen in den meisten Fällen chirurgisch entfernt werden. Jede neu entstandene Veränderung auf der Haut sollte ernst genommen werden. Je früher ein bösartiger Hauttumor entdeckt und behandelt wird, umso besser sind die Chancen, dass eine vollständige Heilung möglich ist.

Aufgrund der ständigen Exposition gegenüber der Sonne kommen vor allem Basaliome und Karzinome der Haut häufig im Gesicht vor. Bei der notwendigen radikalen Entfernung können die entstehenden Defekte durch spezielle plastisch chirurgische Methoden wie Hautverpflanzungen und Lappenplastiken in der Regel mit sehr gutem kosmetischem Ergebnis wiederhergestellt werden. Die meisten dieser Operationen können in Lokalanästhesie mit einer sogenannten Analgosedierung tagesklinisch durchgeführt werden.